Follow us on FacebookFollow us on Youtube
3703996
Besucher,
nicht Klicks :)
www.sparkasse.at

Die Geschichte des Tonfilms

1927:
Der erste - kommerziell erfolgreiche - Tonfilm "The Jazz Singer" kommt in die Kinos. Dabei wird zwischen Bild- und Perforationslöchern eine lichtdurchlässige gezackte Spur aufgenommen. Die Größe der Zacken bestimmt die Lichtdurchlässigkeit. Beim Abspielen des Films wird mittels einer Tonlampe diese gezackte Tonspur auf eine Fotozelle projiziert. Die unterschiedliche Helligkeit führt zu unterschiedlich starken Spannungen welche mittels Verstärker und Lautsprecher in hörbare Töne umgewandelt werden. Der analoge MONO-Tonfilm (1 Kanal) war somit geboren. Die Vorteile der analogen Tonspur liegen auf der Hand: synchroner Ton zum Film; günstige Herstellung von Filmkopien, da nur ein Arbeitsgang erforderlich ist; einfache technische Tonabtastung in den Kinos.

Die 30er Jahre:
Das Publikum liebt den Tonfilm und so werden möglichst viele Kinos mit dieser technischen Neuerung ausgestattet. Dies nicht ohne gravierende Nachteile: fast jedes Jahr gab es wieder technische Neuerungen bei der Tonaufnahme aber auch bei der Tonwiedergabe (bessere Verstärkeranlagen und Lautsprecher). Und so bleiben häufig Kinos auf der Strecke, welche als erste den Tonfilm zeigen konnten, da die "veraltete" Anlage auf die geänderten Aufnahmebedingungen nicht abgestimmt ist.

Ende der 30er Jahre:
Die Filmstudios und die Kinobesitzer einigen sich auf einen einheitlichen de-Facto-Standard der Tonaufnahme und -wiedergabe.

Die 50er Jahre:
Die 20th Century Fox bringt eine technische Neuerung: auf einem 70mm-breiten Film wird der Ton auf 4 bzw. 6 getrennte magnetische Spuren aufgetragen. Diese Technik bleibt jedoch aufgrund der kostspieligen Herstellungskosten für Kopien (die magnetische Tonspur muss in einem 2. Arbeitsgang aufgetragen werden) auf nur wenige Erstaufführungstheater beschränkt. Die Masse an neuen Filmen blieb daher weiter auf 35mm-Mono-Film.

Die 70er Jahre:
Die HiFi-Anlagen für Zuhause haben den Ton im Kino schon lange qualitativ überholt. Gegen Ende der 70er Jahre wird von DOLBY-LABORATORIES ein System vorgestellt, welches in der Herstellung als auch in der Wiedergabe kompatibel mit den bestehenden Tonsystemen ist: DOLBY-STEREO mit 4-Kanal-Tonwiedergabe.

Mitte der 90er Jahre:
der analoge Tonfilm wird von Digitaltonsystemen ergänzt. Die digitalen Toninformationen werden dabei entweder direkt auf den Film (DOLBY-SR.D und SDDS) oder auf eine CD-ROM (DTS) aufgenommen. Die "alte" analoge Tonspur bleibt dabei erhalten. Somit wird eine Abwärtskompatibilität für ältere Kinos gewährleistet.